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Cybersecurity

NIST CSF 2.0

Wir bestimmen Ihren Reifegrad entlang des NIST Cybersecurity Framework 2.0 und setzen die Lücken anschließend mit Ihnen um, von der Standortbestimmung über das begründete Zielprofil bis zum Control, das im Betrieb tatsächlich wirkt. Das funktioniert eigenständig, neben einem ISMS nach ISO 27001, mit den CIS Controls als technischer Ebene, oder als Ordnungsrahmen für die Pflichten aus NIS2 und DORA.

Die Einordnung

Warum, was und wie: wo das NIST CSF steht

Bevor es um das Framework selbst geht, die Einordnung. NIS2, ISO 27001, CIS Controls, NIST CSF: Diese Namen fallen ständig in einem Atemzug, obwohl sie gar nicht in dieselbe Kategorie gehören. Sie beantworten drei verschiedene Fragen, und am schnellsten versteht man das an einem einzigen Beispiel, das durch alle drei Ebenen läuft.

Eine Frage, drei Ebenen: Braucht es Multi-Faktor-Authentisierung?Instrument anklicken, um seine Antwort zu sehen
Warum
Müssen wir überhaupt, und wer haftet dafür?
Gesetze und Anforderungen

§ 30 Absatz 2 Nummer 10 BSIG verlangt von betroffenen Einrichtungen ausdrücklich „Lösungen zur Multi-Faktor-Authentifizierung oder kontinuierlichen Authentifizierung". Für welche Zugänge, mit welchem Verfahren und woran man die Erfüllung misst, steht nicht im Gesetz.

Was
Was muss am Ende erreicht sein?
Rahmenwerk und Managementsystem

Das CSF formuliert als Ergebnis PR.AA-03: „Users, services, and hardware are authenticated." Sechs Wörter, kein Verfahren. Dasselbe Ergebnis gilt für den Handwerksbetrieb mit zwölf Rechnern und für die Bank, nur der Weg dorthin unterscheidet sich.

Wie
Womit setzen wir das konkret um?
Maßnahmenkatalog

MFA für alle extern erreichbaren Anwendungen, eigene wie fremde, soweit unterstützt. Die Umsetzung über einen Verzeichnisdienst oder SSO-Anbieter gilt ausdrücklich als erfüllt. Ein Satz, der sich mit Ja oder Nein beantworten lässt.

Das Gesetz begründet die Pflicht, das Rahmenwerk übersetzt sie in ein Ergebnis, der Maßnahmenkatalog macht sie prüfbar. Wer nur das Gesetz liest, weiß nicht, wann er fertig ist. Wer nur den Katalog abarbeitet, kann nicht begründen, warum.

Der Punkt
Es muss nicht immer ISO 27001 sein

Diese Kette funktioniert vollständig ohne Zertifikat. Das BSIG verlangt geeignete Maßnahmen und deren Dokumentation; internationale Normen sind zu berücksichtigen, nicht zu erwerben. Selbst die Nachweispflicht nach § 39 BSIG trifft nur Betreiber kritischer Anlagen und lässt neben Zertifizierungen ausdrücklich Sicherheitsaudits und Prüfungen zu. Wer also keinen harten Nachweisdruck von Kunden, Aufsicht oder Versicherer hat, kommt über das CSF als Ordnung und die CIS Controls als Umsetzung schneller zu belegbarer Sicherheit: ohne Normkauf, ohne Auditzyklus, ohne ISMS-Verwaltung.

Ein Zertifikat brauchen Sie, wenn jemand es sehen will. Wirksame Sicherheit brauchen Sie so oder so.

Eigene Darstellung. Belegt mit § 30 Absatz 2 BSIG, Artikel 9 Absatz 4 DORA, NIST CSWP 29 (PR.AA-03), ISO/IEC 27001:2022 Annex A 8.5 und CIS Controls v8.1 (Safeguards 6.3 bis 6.5).
Die Grundlagen

Was ist das NIST Cybersecurity Framework?

Das NIST Cybersecurity Framework 2.0 ist kein Maßnahmenkatalog, sondern eine gemeinsame Sprache für Cybersicherheit: 106 angestrebte Ergebnisse, geordnet in sechs Funktionen von Govern über Identify, Protect, Detect und Respond bis Recover. Es beschreibt, was erreicht sein muss, und lässt bewusst offen, womit.

Herausgeber ist das National Institute of Standards and Technology, die Normungsbehörde der USA. Version 2.0 erschien am 26. Februar 2024, die erste grundlegende Überarbeitung seit 2014. Der frühere Titel „Framework for Improving Critical Infrastructure Cybersecurity" ist entfallen: Das Framework richtet sich jetzt ausdrücklich an Organisationen jeder Größe und Branche. Die Nutzung ist kostenlos.

Hier beginnen die meisten Missverständnisse. Das CSF schreibt keine Maßnahmen vor, und NIST sagt das im Dokument selbst: Die Ergebnisse seien keine Liste abzuarbeitender Maßnahmen. Das Ergebnis PR.AA-03 lautet vollständig „Users, services, and hardware are authenticated". Von Multi-Faktor-Authentisierung steht dort nichts. Das ist Absicht: Dieselbe Formulierung muss für einen Handwerksbetrieb mit zwölf Rechnern tragen und für eine Bank.

Funktion
PROTECT (PR)1 von 6 Funktionen
Schutzmaßnahmen zur Steuerung der Cyber-Risiken sind umgesetzt
Kategorie
PR.AA1 von 22 Kategorien
Identitätsmanagement, Authentisierung und Zugriffskontrolle
Ergebnis (Subcategory)
PR.AA-031 von 106 Ergebnissen
Users, services, and hardware are authenticated
Hier endet das Framework
Nicht im Frameworkdas liefern CIS Controls, ISO 27001 Annex A oder Ihre eigene Entscheidung
MFA auf allen extern erreichbaren Zugängen, Conditional Access, Passkeys
Eigene Darstellung nach NIST CSWP 29, Appendix A. Von allgemein nach konkret, aber nur bis zum Ergebnis: Womit es erreicht wird, entscheidet die Organisation.

Das CSF beantwortet damit zwei Fragen, was erreicht sein muss und wie gut Sie darin sind. Die dritte, womit, lässt es bewusst offen. Deshalb konkurriert es nicht mit ISO 27001 oder den CIS Controls: Es ist die Landkarte, nicht die Maßnahmenliste.

Der Rahmen

Sechs Funktionen, 22 Kategorien, 106 Ergebnisse

Der Core ist dreistufig und führt von allgemein nach konkret: sechs Funktionen als Sprache für die Geschäftsführung, 22 Kategorien zur thematischen Ordnung, 106 Ergebnisse, über die sich im Fachteam diskutieren lässt.

Govern rahmt die anderen fünf ein: Die Funktion hat keine eigene Schutzwirkung, sondern legt fest, welche Ergebnisse überhaupt Priorität haben. Reihenfolge und Umfang sagen laut NIST nichts über die Wichtigkeit aus. Detect ist mit elf Ergebnissen die kleinste Funktion und in der Praxis trotzdem regelmäßig die größte Lücke. Klicken Sie eine Funktion an, um ihre Kategorien zu sehen:

GOVERNSteuern6 Kategorien · 31 Ergebnisserahmt die anderen fünf ein und setzt ihre PrioritätenIDIDENTIFYKennen3 Kategorien21 ErgebnissePRPROTECTSchützen5 Kategorien22 ErgebnisseDEDETECTErkennen2 Kategorien11 ErgebnisseRSRESPONDReagieren4 Kategorien13 ErgebnisseRCRECOVERWiederherstellen2 Kategorien8 Ergebnisse
Die 22 KategorienFunktion oben anklicken zum Filtern
GV.OCOrganisationskontextSteuern
GV.RMRisikomanagement-StrategieSteuern
GV.RRRollen und VerantwortungSteuern
GV.PORichtlinienSteuern
GV.OVAufsichtSteuern
GV.SCLieferkettenrisikenSteuern
ID.AMAsset-ManagementKennen
ID.RARisikobewertungKennen
ID.IMVerbesserungKennen
PR.AAIdentitäten und ZugriffSchützen
PR.ATAwareness und SchulungSchützen
PR.DSDatensicherheitSchützen
PR.PSPlattformsicherheitSchützen
PR.IRResiliente InfrastrukturSchützen
DE.CMKontinuierliche ÜberwachungErkennen
DE.AEAnalyse auffälliger EreignisseErkennen
RS.MAVorfallmanagementReagieren
RS.ANVorfallanalyseReagieren
RS.COMeldung und KommunikationReagieren
RS.MIEindämmungReagieren
RC.RPWiederanlaufWiederherstellen
RC.COKommunikation im WiederanlaufWiederherstellen
Balken = Ergebnisse je Kategorie. Farben = Funktion. Kategorie anklicken für Details.
Eigene Darstellung nach NIST CSWP 29. Govern ist die Neuerung in Version 2.0 und bestimmt, welche Ergebnisse der übrigen fünf Funktionen Priorität haben. Reihenfolge und Umfang sagen laut NIST nichts über die Wichtigkeit aus.
Die Neuerung

Govern: warum Version 2.0 anders denkt

Version 1.1 hatte fünf Funktionen. Die sechste ist mehr als eine Ergänzung: Govern umfasst 31 der 106 Ergebnisse, fast ein Drittel des Frameworks. NIST verlagert den Schwerpunkt von der eingesetzten Technik auf die Frage, wer auf welcher Grundlage entscheidet und dafür geradesteht.

Zwei Kategorien sind für den Mittelstand entscheidend. GV.RR nimmt die Leitungsebene ausdrücklich in die Verantwortung. GV.SC widmet den Lieferkettenrisiken zehn eigene Ergebnisse, von der Priorisierung der Lieferanten über vertragliche Anforderungen bis zur Einbindung Dritter in die Notfallplanung. In Version 1.1 war das ein Randthema.

Wer NIS2 umsetzt, erkennt hier vieles wieder. Das CSF ersetzt weder die Betroffenheitsanalyse noch die gesetzlichen Pflichten, ordnet sie aber in einen Rahmen ein, den auch ein Aufsichtsrat lesen kann, und macht den Stand der Umsetzung von Jahr zu Jahr vergleichbar.

Der Arbeitsmechanismus

Tiers und Profile: hier passiert die eigentliche Arbeit

Das Framework wird gern auf seine sechs Funktionen verkürzt. Damit bleibt der Teil unbeachtet, der aus einer Taxonomie ein Steuerungsinstrument macht. Die Tiers zuerst, denn hier hält sich der hartnäckigste Irrtum. Vier Stufen beschreiben, wie verbindlich eine Organisation ihre Cyber-Risiken steuert: ad hoc oder nach Richtlinie, im Einzelfall oder organisationsweit, aus dem Bauch oder auf Basis von Bedrohungsdaten. Was sie ausdrücklich nicht sind: ein Reifegradmodell, in dem Stufe 4 für alle das Ziel wäre.

Tier 1
Partial
Ad hoc
Risikosteuerung
Die Risikostrategie wird ad hoc angewendet, die Priorisierung folgt keinem Ziel und keiner Bedrohungslage.
Umgang mit Risiken
Cyber-Risiken sind auf Organisationsebene kaum bewusst, Risiken der Lieferanten in der Regel gar nicht.
Tier 2
Risk Informed
Risikobewusst
Risikosteuerung
Praktiken sind vom Management genehmigt, aber nicht als organisationsweite Richtlinie verankert. Die Priorisierung orientiert sich bereits an Zielen und Bedrohungslage.
Umgang mit Risiken
Risiken sind bekannt, ein organisationsweiter Ansatz fehlt. Bewertungen finden statt, aber nicht wiederholbar.
Tier 3
Repeatable
Wiederholbar
Risikosteuerung
Die Praktiken sind formal genehmigt und als Richtlinie festgeschrieben, werden umgesetzt, überprüft und bei veränderter Lage angepasst.
Umgang mit Risiken
Organisationsweiter Ansatz, regelmäßiger Austausch bis in die Leitungsebene, formale Steuerung der Lieferantenrisiken.
Tier 4
Adaptive
Anpassungsfähig
Risikosteuerung
Cyber-Risiken werden im selben Kontext betrachtet wie finanzielle Risiken, das Budget richtet sich an der erwarteten Risikolage aus.
Umgang mit Risiken
Die Organisation passt ihre Praktiken laufend an, gestützt auf Lessons Learned und vorauslaufende Indikatoren, weitgehend in Echtzeit.
Sinngemäß nach NIST CSWP 29, Appendix B. Bewusst nicht als Pyramide dargestellt: Die Tiers sind kein Reifegradmodell, und Tier 4 ist kein Ziel für alle. Der passende Tier ergibt sich aus Risiko und Vorgaben.

Für viele mittelständische Organisationen ist Tier 3 der sinnvolle Zielzustand, Tier 4 wäre teuer erkaufte Symbolik. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern ob die Stufe zur Bedrohungslage und zu den Vorgaben passt.

Das zweite Werkzeug ist das Organisationsprofil, und es ist der eigentliche Motor. Ein Profil ist kein Dokument, sondern ein Abstand: Das Current Profile hält fest, welche der 106 Ergebnisse heute erreicht sind, das Target Profile, welche erreicht sein sollen. Die Differenz ist die Roadmap. NIST beschreibt dafür fünf Schritte:

Current ProfileWo stehen wir heute?Welche der 106 Ergebnisse sind erreicht,und in welchem Umfang?Target ProfileWo müssen wir hin?Begründet aus Bedrohungslage,Vorgaben und Kundenerwartung.Die LückePriorisierter MaßnahmenplanWirkung vor Vollständigkeitschreibt fort
  1. SCHRITT 1
    Scope festlegen
    Worauf bezieht sich das Profil? Die ganze Organisation, ein Geschäftsbereich, oder gezielt ein Szenario wie Ransomware.
  2. SCHRITT 2
    Informationen sammeln
    Richtlinien, Risikoregister, Business-Impact-Analyse, geltende Anforderungen, eingesetzte Werkzeuge und Rollen.
  3. SCHRITT 3
    Profil erstellen
    Current Profile und Target Profile ausformulieren. Ein Community Profile der eigenen Branche kann als Vorlage für das Ziel dienen.
  4. SCHRITT 4
    Lücken analysieren
    Der Abstand zwischen Ist und Ziel wird zum priorisierten Maßnahmenplan, nicht zu einer Mängelliste.
  5. SCHRITT 5
    Umsetzen und fortschreiben
    Den Plan abarbeiten und das Profil aktualisieren. NIST sieht das ausdrücklich als Kreislauf, nicht als Projekt mit Enddatum.
Eigene Darstellung nach NIST CSWP 29, Abschnitt 3.1. NIST sieht den Ablauf ausdrücklich als Kreislauf, der so oft wiederholt wird wie nötig.
Der Unterschied

Ein Zielprofil, das begründet ist statt gewünscht

Der wunde Punkt des Verfahrens liegt in Schritt 3: Woher kommt das Target Profile? Aus dem Bauchgefühl abgeleitet oder aus dem Wunsch, überall gut dazustehen, wird daraus ein Wunschzettel mit 106 Positionen. Genau hier setzt unser Kernansatz an. Welche Angreifer haben es auf Ihre Branche und Ihre Größe abgesehen, welche Techniken nutzen sie nach MITRE ATT&CK, und welche der 106 Ergebnisse zahlen auf genau diese Techniken ein?

So wird aus einem priorisierten Zielbild ein begründetes, und aus einer Reifegradbewertung eine Entscheidungsgrundlage. NIST sieht das im Framework selbst vor: Das Target Profile soll Trends aus Bedrohungsdaten berücksichtigen. Die meisten Bewertungen tun es trotzdem nicht.

Und wo steht Ihre Organisation?
Wir erheben Ihr Current Profile über alle 106 Ergebnisse, begründen das Zielprofil aus Ihrer Bedrohungslage und schließen die Lücken mit Ihrem Team.
Der Vergleich

NIST CSF, ISO 27001 oder CIS Controls?

Wer zwischen den dreien entscheiden muss, findet die Unterschiede hier nebeneinander:

NIST CSF 2.0ISO 27001:2022CIS Controls v8.1
ArtFreiwilliges RahmenwerkManagementsystem, zertifizierbarFreiwilliger Maßnahmenkatalog
CharakterTaxonomie aus 106 Ergebnissen, bewusst nicht präskriptivManagementsystem mit 93 Annex-A-ControlsPräskriptiver Katalog mit 153 Safeguards
PriorisierungÜber das Zielprofil selbst herzuleitenÜber die eigene Risikoanalyse herzuleitenEingebaut über drei Implementation Groups
ReifegradVier Tiers für die Verbindlichkeit der SteuerungKein Reifegradmodell, geprüft wird die KonformitätMessbarer Umsetzungsgrad je Safeguard
ZertifizierungKeineAkkreditiert und international anerkanntKeine
Kosten des RahmenwerksKostenlosNormkauf, Auditkosten, Pflege des ISMSKostenlos
Typischer AntriebStandortbestimmung, Board-Reporting, KonzernvorgabeNachweispflicht gegenüber Kunden oder AufsichtSchnelle, messbare Risikoreduktion

Für die Auswahl heißt das: Wählen Sie nach dem Antrieb, nicht nach dem Rahmenwerk. Verlangt ein Kunde oder ein Regulierer einen Nachweis, führt an ISO 27001 kein Weg vorbei. Geht es um schnelle, messbare Risikoreduktion, sind die CIS Controls der kürzere Weg. Und das CSF ist richtig, wenn Sie zuerst wissen müssen, wo Sie stehen, oder eine Sprache brauchen, in der Fachteam und Geschäftsführung dieselbe Lage besprechen.

Unsere Leistung

Von der Standortbestimmung bis zur Umsetzung

Wir arbeiten entlang des Ablaufs, den NIST vorsieht, mit der Ergänzung an der entscheidenden Stelle. Und wir hören nicht bei der Roadmap auf:

Was Sie bekommenVier Schritte, vier Ergebnisse
01Standortbestimmung
Ergebnis
Current Profile über alle 106 Ergebnisse
  • Erhoben in Interviews mit denen, die die Systeme betreiben
  • Erreicht gilt nur, was jemand im Alltag auch tut
02Zielbild
Ergebnis
Target Profile mit festgelegtem Tier
  • Aus Ihrer Bedrohungslage begründet statt aus einer Musterlösung
  • Auch wenn der passende Tier am Ende Tier 3 heißt
  • Abgestimmt zwischen Leitungsebene und Fachteam
03Roadmap
Ergebnis
Priorisierter Maßnahmenplan
  • Mit Aufwand und Verantwortung je Maßnahme
  • Wirkung vor Vollständigkeit
  • In zwölf Monaten wiederholbar und vergleichbar
04Umsetzung
Ergebnis
Geschlossene Lücken statt Konzeptordner
  • Wir setzen mit Ihrem Team um, nicht daneben
  • Technisch mit den CIS Controls als Rückgrat
  • Anschlussfähig an ein ISMS nach ISO 27001
  • Zahlt auf die Pflichten aus NIS2 und DORA ein
Ohne Tool-Zwang: Profil und Roadmap erhalten Sie in einem Format, das Sie weiterverwenden können, nicht in einem System, das Sie mieten müssen.

Wer ohnehin auf ein ISMS nach ISO 27001 zuläuft, bekommt mit dem Zielprofil die Priorisierung, die die Norm selbst nicht mitliefert. Wer unter NIS2 oder DORA fällt, bekommt eine Struktur, in der sich die Pflichten Jahr für Jahr belegen lassen. Und wenn Sie nur wissen wollen, wo Sie stehen, endet unsere Arbeit nach der Roadmap.

FAQ

Häufige Fragen zum NIST CSF

Was ist das NIST Cybersecurity Framework?

Das NIST Cybersecurity Framework 2.0 ist kein Maßnahmenkatalog, sondern eine gemeinsame Sprache für Cybersicherheit: 106 angestrebte Ergebnisse, geordnet in sechs Funktionen von Govern über Identify, Protect, Detect und Respond bis Recover. Es beschreibt, was erreicht sein muss, und lässt bewusst offen, womit. Herausgeber ist das National Institute of Standards and Technology; Version 2.0 erschien am 26. Februar 2024 und ist kostenlos nutzbar.

Was hat sich in Version 2.0 gegenüber 1.1 geändert?

Neu ist die sechste Funktion Govern, die mit 31 der 106 Ergebnisse fast ein Drittel des Frameworks ausmacht und die Verantwortung der Leitungsebene in den Mittelpunkt rückt. Lieferkettenrisiken bekommen mit GV.SC eine eigene Kategorie mit zehn Ergebnissen. Außerdem gilt das Framework nicht mehr nur für kritische Infrastrukturen.

Sind die vier Tiers ein Reifegradmodell?

Nein, und das ist das häufigste Missverständnis. Die vier Tiers beschreiben, wie verbindlich eine Organisation ihre Cyber-Risiken steuert, nicht wie gut sie technisch aufgestellt ist. NIST empfiehlt den Aufstieg nur, wenn Risiken oder Vorgaben steigen oder eine Kosten-Nutzen-Betrachtung dafür spricht. Tier 4 ist deshalb für die meisten Organisationen kein sinnvolles Ziel.

Was ist der Unterschied zwischen Current Profile und Target Profile?

Das Current Profile hält fest, welche der 106 Ergebnisse heute erreicht sind. Das Target Profile beschreibt, welche erreicht sein sollen, unter Berücksichtigung neuer Anforderungen und der Bedrohungslage. Der Abstand zwischen beiden ist die Roadmap. Ein Community Profile der eigenen Branche kann als Vorlage dienen.

Kann man sich nach dem NIST CSF zertifizieren lassen?

Nein, eine akkreditierte Zertifizierung wie bei ISO 27001 gibt es nicht. Möglich und oft ausreichend ist eine dokumentierte Bewertung entlang der 106 Ergebnisse, die sich gegenüber Konzernmutter, Cyber-Versicherer oder Kunden belegen lässt.

NIST CSF oder ISO 27001: was passt zu uns?

Das entscheidet der Antrieb, nicht das Rahmenwerk. Verlangt ein Kunde oder ein Regulierer einen Nachweis, brauchen Sie ISO 27001, denn nur dort gibt es ein akkreditiertes Zertifikat. Geht es um Standortbestimmung, Board-Reporting oder die Vorgabe einer Konzernmutter, ist das CSF passender: schneller, kostenlos und in einer Sprache, die auch außerhalb der IT verstanden wird.

Wie lange dauert eine Reifegradbestimmung nach NIST CSF?

Das hängt vom Scope ab. Für eine mittelständische Organisation mit klar umrissenem Geltungsbereich sind Current Profile, Zielprofil und Roadmap üblicherweise in wenigen Wochen zu leisten. Deutlich länger dauert das Schließen der Lücken, und genau dafür ist die Priorisierung da.

Daniel Thomas Heessel
Daniel Thomas Heessel
Gründer & Geschäftsführer, Threat-Informed Cybersecurity Solutions GmbH

Daniel Thomas Heessel wurde als CISO des Jahres 2026 ausgezeichnet und hat als Security-Verantwortlicher einer internationalen Unternehmensgruppe Sicherheitsprogramme entlang realer Bedrohungen gesteuert. Er ist zertifizierter ISO 27001 Senior Lead Auditor, CISSP, CISM und MITRE ATT&CK Defender und übersetzt Reifegradbewertungen regelmäßig in beides: eine Roadmap fürs Fachteam und ein Lagebild für die Leitungsebene.

Fachlich geprüft im September 2026. Alle Zahlen, Kategorien und Zitate stammen aus der Primärquelle NIST CSWP 29, „The NIST Cybersecurity Framework (CSF) 2.0" vom 26. Februar 2024.